De stedenbouwkundige geschiedenis van Nijmegen  1

Städtebauliche Geschichte

Text: Hylke Roodenburg
Übersetzung: Hans Douma und Willem Jan Pantus

 

Die Römerzeit

Die Geschichte Nimwegens fängt ungefähr in der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. an, als die Bataver sich auf einer in der vorletzten Saale-Eiszeit, vor etwa 150.000 Jahren entstandenen Anhöhe im Osten der heutigen Stadt niederlassen. Um15 v. Chr. gründeten sie am äußeren westlichen Ende dieser Anhöhe, in der unmittelbaren Umgebung des heutigen Valkhofs, das Oppidum Batavorum, die Stadt der Bataver. Von hier aus hatte man einen guten Ausblick über einen großen Teil der Flusslandschaft, was aus militärischer Sicht wichtig war.
Zur gleichen Zeit bauten die Römer ihre Lager auf der strategisch hoch gelegenen fächerförmigen Spülsandebene Nimwegens, mit Namen Kops Plateau und Hunerberg. Auf dem Hunerberg entstand ein großes Lager für etwa 10.000 Soldaten. Die castra, war etwa 40 Hektar groß. Sie erhielt einen rechtwinkligen Straßenraster und wurde von einem Erdwall umgeben.
Die Bataver und Römer lebten friedlich zusammen, bis 69 n. Chr., als sich die Bataver erhoben. Die Römer bezwangen den Aufstand und verjagten die Bataver vom Valkhof. Im Jahre 70 begannen die Römer die castra zu verstärken. Holzbauten wurden durch Steinbauten ersetzt, und eine steinerne Festungsmauer und ein tiefer Graben umgaben das Lager. Die Fläche des Lagers war jedoch nur noch halb so groß und bot noch Platz für fünf- bis sechstausend Soldaten. Ringsherum entstand ein Lagerdorf mit etwa 2.500 Einwohnern. Die verjagten Bataver bauten inzwischen, mit Hilfe römischer Soldaten, eine neue Stadt, gleich westlich des zerstörten Oppidum Batavorum. Die Stadt bekam einen „römischen“ Grundriss mit dem typischen Schachbrettmuster. 
Etwa im Jahre 105 verlieh Kaiser Marcus Ulpius Traianus der jungen Stadt, die den Namen Ulpia Noviomagus Batavorum erhielt, das Marktrecht. In der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts bekam Noviomagus, das zu der Zeit etwa 5000 Einwohner zählte, endgültig die römischen Stadtrechte und eine Stadtmauer. Die Stadt erlebte von da an eine wahrhafte Blütezeit. Unterhalb des Valkhofs, am Fluss, entstand eine neue Handelsniederlassung. Auf dem Höhepunt wohnten auf einem etwa 5 Kilometer langen Streifen entlang der Waal etwa 10.000 bis 15.000 Menschen. Gute Verbindungen zu Städten wie Xanten und Köln waren vorhanden, und man baute eine Brücke über die Waal (etwa dort, wo sich die heutige Eisenbahnbrücke befindet).
Um 104 hat die Zehnte Legion die castra auf dem Hunerberg bereits verlassen. Das Lager bot zwar noch Platz für kleinere Einheiten, aber nach 175 verließen die Römer es endgültig.
Die Blütezeit von Noviomagus hielt bis etwa 200 noch an. Danach ging es bergab: Unruhen innerhalb des großen Reiches beeinträchtigten die Wachsamkeit an den Grenzen, wodurch immer wieder germanische Stämme in das Gebiet eindringen konnten.
Möglicherweise ist das Steigen des Wasserpegels der Waal die Ursache dafür, dass Noviomagus um 270 verlassen wurde und Zivilbevölkerung und Legionssoldaten sich auf den Hügel des Valkhofs zurückzogen, dort wo sich früher das Oppidum Batavorum befunden hatte. Die römische Herrschaft wurde zwar vorübergehend wiederhergestellt, doch um etwa 400 war es mit der römischen Präsenz in der Region endgültig vorbei.

Das Mittelalter: Nimwegen innerhalb der Stadtmauern

Nachdem die Römer die Region verlassen hatten, fing die fränkische Periode an. Über die Entwicklung Nimwegens in dieser Zeit ist recht wenig bekannt. Wahrscheinlich ist der Ort nur spärlich besiedelt gewesen.
Ab Mitte des 8. Jahrhunderts war Nimwegen, nun Numaga genannt, erneut Teil eines großen Reiches, des fränkischen Reiches. Ende des 8. Jahrhunderts machte Kaiser Karl der Grosse Nimwegen zu seinem nördlichsten Aufenthaltsort und baute auf dem Valkhofhügel eine Pfalz.
Im Jahre 880 eroberten plündernde Normannen die Pfalz, und als sie ein Jahr später abzogen, brannten sie die Pfalz nieder. Diese wurde nun neu erbaut und fiel 1047 erneut den Flammen zum Opfer. Die wieder aufgebaute dritte Pfalz wurde letztendlich ersetzt durch eine große wehrhafte Burg, die Kaiser Friedrich Barbarossa von 1152 bis 1158 errichten ließ.

Numaga als Handelsniederlassung entstand – wahrscheinlich bereits vor dem Jahre 1000 – 
zwischen der heutigen Grotestraat, Priemstraat und Nonnenstraat, westlich des Valkhofhügels und in unmittelbarer Nähe der Waal. Anfänglich ist die Niederlassung von wenig Bedeutung, doch im 12. Jahrhundert wuchs der Wohlstand, und die Stadt breitete sich zunächst in Richtung Fluss und später zum Valkhofhügel aus. Unterhalb des Hügels befand sich die Anlegestelle der Fähre, damals noch immer die einzige Verbindung zur Over-Betuwe.
Im 13. und 14. Jahrhundert wuchs „Nieumeghen“, das im Jahre 1230 sein mittelalterliches Stadtrecht erhielt, immer weiter in Richtung Süden. Burcht- und Broerstraat wurden bebaut, und an der Kreuzung dieser Straßen, nahe der 1273 eingeweihten Sint-Stevenskirche an der Hundisburg, entstand das neue Herz der Stadt. Zwischen der Waalkade und diesem neuen Zentrum, an der Grotestraat, ließen sich reiche Kaufleute nieder. Dahinter entstand
ein Netz enger Gassen, wo weniger wohlhabende Bürger Unterschlupf fanden.
Mit dem Erwerb des Stadtrechts bekam Nieumeghen u.a. das Recht, Stadtmauern zu errichten. Wahrscheinlich wurde am Ende des 13. Jahrhunderts ringsherum ein erster Erdwall errichtet, wobei die Valkhofburg sich noch außerhalb der Umwallung befand. Etwa hundert Jahre später baute man eine zweite Befestigung, jetzt aus Stein. Diese Stadtmauer fing unterhalb des Lindenbergs an und fuhr entlang der Hoogstraat, Oude Stadsgracht, Pauwelstraat, Oude Varkensmarkt, Doddendaal, Parkweg und Nieuwe Markt zurück zum Waalufer. Möglicherweise befand sich jetzt auch die Burg innerhalb der Stadtgrenzen.
Innerhalb der Ummauerung wuchs die Stadt organisch, nicht oder kaum kontrolliert. Um 1450 war die Stadt noch längst nicht voll bebaut, aber außerhalb der Mauern hatten sich zwei neue Vorstädte gebildet, die Neustadt im Osten und die Vorstadt im Süden. Entlang der Molenstraat, Ziekerstraat, Hertogstraat und Sint-Jorisstraat konnte man bereits von einer geschlossenen Bebauung sprechen. Es bestand Bedarf, beide Vorstädte bei der Verteidigung der Stadt mit einzubeziehen, und man beschloß, einen zusätzlichen Erdwall zu errichten.
Dieser folgte dem Lauf der heutigen Derde- und Tweede Walstraat und eines Teils der Eerste Walstraat. Bei der heutigen Bloemerstraat bog der Wall plötzlich ab und schloß rechtwinklig an die bestehende Mauer an. Somit war die Bebauung rund um die Stadt mehrheitlich „sicher“ in die neue Umwallung aufgenommen. Das Mittelalter geht allmählich zu Ende, aber nach dieser Zeit wird noch viel an den Stadtwällen umgebaut werden.

Eingeengt innerhalb der Wälle

Die Blütezeit der Stadt, die ihren Anfang im 12. Jahrhundert hat, dauerte weiter an. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts sollte sie abnehmen, als wichtige politische und religiöse Änderungen stattfanden. In den zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts ersetzte man den bereits schwer beschädigten Erdwall, der beide Vorstädte schützte, durch einen neuen Wall. Rund um die Stadt wurde ein breiter Erdwall errichtet, dessen Außenseite man verstärkte mit einer schweren, leicht nach innen geneigten Mauer. Gleichzeitig wurde der Knick, der sich in der Mauer zwischen Molenpoort und Hezelpoort befand, begradigt und die frühere Stadtmauer größtenteils abgerissen. In der letzten Hälfte des 16. Jahrhunderts verstärkte man die Stadtbefestigung mit Bastionen.
Gut drei Jahrhunderte blieb Nimwegen zwischen den Stadtmauern eingeengt. Ringsherum entstand durch Erweiterungen der Befestungsanlagen eine wahrhaftige Mondlandschaft aus Lünetten, Bastionen und Forts. Die Einwohnerzahl stieg beträchtlich: Ende des 18. Jahrhunderts waren es noch etwa 10.000, aber 1870 wohnten schon 23.000 Einwohner auf nicht mal einem Quadratkilometer. 

Mit dem Bevölkerungswachstum eng verbunden war die enorme Verdichtung der städtischen Bebauung. Hinter den herrschaftlichen Häusern in zum Beispiel der Grotestraat und der Molenstraat befanden sich viele schmale Strassen und Gassen, in denen unvorstellbare Armut herrschte. Im 19. Jahrhundert wurden mehrere Gesuche zur Aufhebung des Festungsstatus eingereicht, denen aber vom Verteidigungsministerium in Den Haag, Eigentümer der Festung, nicht stattgegeben wurden, und zwar mit der Begründung, dass die Festung Nimwegen von großer Bedeutung für die Landesverteidigung sei. Noch im Jahre1861 baute man die Stadtbefestigung sogar weiter aus, wodurch die Festung nur noch wichtiger wurde. 
Innerhalb der Wälle war lediglich Raum für Kleinbetriebe, und deshalb konnte die Stadt nicht von der ersten Industrialisierungswelle profitieren. Durch ihren Festungsstatus war eine Anbindung an das nationale Eisenbahnnetz ebenfalls unmöglich. Dennoch kam es im Jahre 1865 zu einer Eisenbahnverbindung mit dem damals preußischen Kleve.

Befreit von den Wällen 

Im Jahre 1874 gab es aus Den Haag endlich gute Nachrichten. Am 18. April erhielt die Stadt die Genehmigung zum Abriss der verhassten Stadtmauern. Im gleichen Jahr erfolgte die Ernennung einer Kommission aus Ratsmitgliedern mit dem Auftrag „die Interessen der Stadt hinsichtlich Eisenbahn- und Festungsangelegenheiten zu vertreten“. Diese Kommission bestand aus den Stadträten H.L. Terwindt und W. Francken sowie dem Ratsmitglied J.H. Graadt van Roggen und sollte die Erweiterung der Stadt in die Wege leiten. Dieses Triumvirat bekam die Aufgabe, aus Nimwegen eine grüne, geräumige Stadt zu schaffen, mit breiten Boulevards, Parks, Villen und schicken Vereinsgebäuden. Eine Stadt, die wohlhabende Bewohner anziehen sollte, heimkehrende Kolonialbeamte aus Niederländisch-Indien, die sich in einer Umgebung niederlassen könnten, die den Wechsel von den wohltuenden Tropen in die kalte Heimat erträglich machen sollte. 

Städterweiterungspläne

Bevor es soweit war, gab es noch viel zu tun. Zunächst sollten die Festungsgrundstücke außerhalb der Stadt, die inzwischen an das „Departement der Domeinen“ verkauft wurden, in den Besitz der Stadt Nimwegen übergehen. Damit man einen Eindruck der Kosten erhielt, präsentierte der Ingenieur F.W. van Gendt, Architekt des „Dienst der Domeinen“, im Jahre 1877 einen ersten Plan für die Stadterweiterung. Dieser Plan ist vor allem eine Kosten-Nutzen-Analyse, die der Stadt zeigen sollte, was auf sie zukam. Eine Realisierung des Plans war in der vorliegenden Form wohl nicht wirklich vorgesehen.
Bereits im ersten Plan wurde der zukünftige Bau einer Eisenbahnverbindung mit Arnheim mit einem Bahnhof im Westen der Stadt berücksichtigt. Erweiterungen sollten vorrangig südlich und östlich der Altstadt stattfinden und nicht hinter der Eisenbahntrasse. Im gleichen Jahr noch nahm die Kommission Kontakt auf mit dem Maastrichter Stadtplaner W.J. Brender à Brandis und bat ihn um die Erstellung eines Stadterweiterungsplanes. November 1877 lieferte Brender à Brandis seinen ersten Bericht ab, in dem eine Struktur breiter Ringe, die sogenannten „Singel“ (ehemalige Gräben, Übers.), und Plätze bereits deutlich erkennbar ist. In seinem Bericht kritisierte er den ersten Plan von Van Gendt, in dem seiner Meinung nach zu viel auf die Kosten geachtet wurde statt auf die Qualität der Stadterweiterung. Die Strassen und Singel im Plan von Van Gendt waren seines Erachtens viel zu schmal. Auch stellte er fest, dass eine Verdoppelung der bebauten Fläche innerhalb von zwölf Jahren, wie es die Kommission vorsah, praktisch unmöglich wäre.
Im Jahr darauf wurde Brender à Brandis erneut gebeten, einen Plan zu erstellen, wobei er diesmal von den mit der Regierung abgeschlossenen Transaktionen ausgehen sollte. Das führte zu einigen Einschränkungen, aber im August 1878 legte er der Kommission seinen zweiten Plan vor. Die Kommission zeigte den Plan dem Architekten L.A. Brouwer, der einen ähnlichen Stadterweiterungsplan für Groningen erstellt hatte. Daraufhin überarbeitete dieser den Plan von Brender à Brandis an einigen Stellen. Er ersetzte zum Beispiel zwei parallel verlaufende Straßen durch einen sehr breiten Boulevard (Sint Canisiussingel/Oranjesingel) und eine nicht begrünte Straße (Gerard Noodtstraat/Van Broeckhuysenstraat/Van Welderenstraat). Auch gab er dem späteren Keizer-Karelplein seine runde Form.
Die Kommission war vom Entwurf begeistert und veranlasste nach einigen Anpassungen dessen Ausführung. Im Februar 1879 begann der öffentliche Verkauf von Grundstücken, die die Stadt von ‚Domeinen’ erworben hatte.

Ausführung der Pläne

Während man hart an einem Erweiterungsplan arbeitet werden zwischen 1876 und 1882 durch Vernichtungswut alle Stadttore - bis auf zwei – gnadenlos abgerissen. Von den Wallmauern, die im vergangenen Jahrhundert jegliche Entwicklung der Stadt im Wege standen, bleiben lediglich einige Fragmente erhalten. Sie bilden bis heute die Kulissen des Kronenburger- bzw. des Hunnerparks.. Auch die übrigen Befestigungen werden abgerissen. Lediglich in Straßennamen wie Oranjesingel, Bottendaal (jetzt Van Oldenbarneveldtstraat) und Fort Kijk in de Potstraat wird die Erinnerung an den Festungswerken lebendig gehalten.

 

 

 

Für Nimwegen brechen neue Zeiten an. In 1879 wird Nimwegen, als letzte Stadt mit mehr als 20.000 Einwohnern, an das nationalen Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Verbindung mit Arnheim kommt im gleichen Jahr zustande. Die erste feste Brückenverbindung mit der anderen Seite der Waal ist somit ein Fakt. Der Bahnhof, der sich zunächst an der Stelle der heutigen „Vereeniging“ befand, wird zum heutigen Standort versetzt. 1881 wird die Eisenbahnlinie Nimwegen – `s Hertogenbosch eröffnet und zwei Jahre später folgt schließlich die Eröffnung der Strecke Nimwegen – Venlo. Bis 1894 muss die Stadt auf ein vollständiges Bahnhofsgebäude warten.
Mai 1880 werden die ersten drei Häuser der Erweiterung in der Betouwstraat fertig. Es ist der Anfang einer Bau-Explosion in einem für Nimwegen bisher ungekannten Ausmaß. Entlang der breiten, grünen Singel und Ausfallswegen entstehen teuere, repräsentative Herrenhäuser und Villen. Die Erweiterung verläuft jedoch nicht so schnell wie gehofft. Nachdem die Vollendung des Abbruchs der Stadtmauern im August 1886 zwei Tagen lang gefeiert wurde, kommt es beim Bau in den neuen Stadtteilen zu einem Stillstand von beinahe zehn Jahren. Hauptgrund sind die finanzielle Probleme des Architekten Brouwer (Eigner der Baugrundstücken), der die durch die Gemeinde gestellten Forderungen nicht erfüllen kann. Erst nach 1894 geht es mit dem Bau weiter. Drei Jahre nach Brouwers Tod, in 1891, verfügt die Gemeinde über große Grundstücke die sich auf dem Gelände der ersten niederländischen Radrennbahn befinden. Nebenan wird Ende 1894 das letzte Fort abgerissen, Fort Kijk in de Pot. Die freigewordene Fläche wird bebaut mit Häusern an 31 neuen Straßen. Schließlich wird die bebaute Fläche der Stadt zwischen 1878 und 1910 verdreifacht.
Die Erwartungen der Gemeinde hinsichtlich der Stadterweiterung erfüllen sich. Die Stadt, die nunmehr den Ruf hat geräumig, grün und sauber zu sein (es gibt kaum Industrie), übt eine große Anziehungskraft auf Leute von außerhalb aus und zwar auf wohlhabende Rückkehrer aus den Kolonien (Niederländisch-Indien) und Pensionäre. Nimwegen entwickelt sich zu einer Art „Pensionopolis“. Zwischen 1878 und 1900 steigt die Anzahl der Einwohner von 24.000 auf 44.000.
Längst nicht jeder profitiert von den mit der Erweiterung angebrochenen guten Zeiten. In der alten Innenstadt ändert sich kaum etwas, davon abgesehen, dass die reicheren Einwohner umziehen. Besonders in der Unterstadt herrscht große Armut. Man hat kein Geld um in die teueren Außenbezirken umzuziehen. Erst ab 1900 beginnt der soziale Wohnungsbau mit großen Wohnkomplexen außerhalb der Altstadt. Entlang dem Graafseweg und in den Bezirken Bottendaal und Altrade, hinter den kapitalen Herrenhäusern der Boulevards werden viele Arbeiterwohnungen von schlechter Qualität gebaut. Fabriken wie die Seifenfabrik Dobbelmann und die Druckerei Thieme stehen mitten in diesen Arbeiterbezirken und verursachen eine ungesunde Umgebung.
Grobgesagt, die erste Stadterweiterung wurde in ca.1910 abgeschlossen. Aus Sicht des 19. Jahrhunderts spricht man von einer harmonischen Gesamtleistung, sowohl aus städtebaulicher Hinsicht als auch im architektonischen Sinne. Straßenprofile wurden genauestens bestimmt und eine deutliche Grünstruktur ist vorhanden und trotz der strengen Ordnung gibt es nirgendwo ein eintöniges Straßenbild. Ein schriller Unterschied besteht jedoch zwischen den geräumigen Bezirken und der proppenvollen Innenstadt, wo Licht und Luft die Häuser manchmal kaum erreichen. 

Entwicklung der Industrie

Wie zuvor erwähnt, ist die erste Industrialisierungswelle fast gänzlich an Nimwegen vorbei gegangen, weil es in der überfüllten Innenstadt keinen Raum für neue industriellen Aktivitäten gab. Nach Abriss der Befestigungen gibt es mehr Raum für Industrie doch man ist der Meinung, dass der Rückstand, in den Nimwegen geraten ist, nun nicht mit aller Gewalt aufgeholt werden soll. Außerdem soll die Stadt ihrem neuerworbenen Charakter als grüne und saubere Stadt treu bleiben. Obwohl sich Ende des 19. Jahrhunderts in Bottendaal schon etwas Betriebsamkeit entwickelt, konzentriert sich die Industrie mehrheitlich westlich der Eisenbahntrasse, rund um den in 1853 gegrabenen Nieuwe Haven. Es bleibt bis auf wenige Ausnahmen bei der traditionellen Kleinindustrie, die sich hier niederlässt. .Die Stadt versteht es kaum wichtige Industrien anzuziehen und wird dadurch, wirtschaftlich gesehen, noch Jahrzehnte lang im Rückstand bleiben..

Erweiterungen zwischen 1910 und 1940

1901 wird das Wohnungsgesetz beschlossen. Dieses Gesetz verpflichtet die Gemeinden u.a. Erweiterungspläne zu erstellen. Der erste Plan der in Nimwegen diesem Gesetz unterliegt ist der Plan Galgenveld, aus dem Jahre 1908. Enthalten ist eine Wegstruktur, die sich gut in die bestehende Struktur der Boulevards einfügt. Erst in den zwanziger und dreißiger Jahren wird dieser Plan in stark veränderter Form realisiert. Während und nach der Vollendung der ersten Erweiterung wächst Nimwegen weiter. Es stellt sich heraus, dass die waldreiche Gegend östlich von Nimwegen bei meist wohlhabenden Bürgern Geschmack findet. In den Nachbargemeinden Beek-Ubbergen und Groesbeek schießen kapitale Villen wie Pilze aus der Erde. Die Gemeinde Nimwegen beschließt den östlichsten Teil ihres Gebietes, den Kwakkenberg, zum Villenviertel zu bestimmen. In 1906 wird die erste Villa gebaut, viele folgen noch. Die Gemeinde reagiert hierauf, indem man in 1915 Waldflächen von der Gemeinde Groesbeek erwirbt.
Auch fängt die Stadt an sich westlich der Eisenbahntrasse zu erweitern, in der Nähe des Bahnhofs. Hier werden kleine Arbeiterwohnungen gebaut, die oftmals noch von schlechter Qualität sind. Ab 1910 wird sich das ändern: in jenem Jahr werden die ersten 15 Wohnungen die dem Wohnungsgesetz unterliegen am Weurtseweg fertiggestellt, in der Nähe des Industriegebiets. Wohn- und Arbeitsgelegenheit liegen noch eng zusammen. Dadurch, dass an den Wohnungen gewisse Anforderungen gestellt werden, verbessert sich die Wohnqualität der Arbeiter. Später entstehen an verschiedenen Stellen in Nimwegen weitere Wohnungen die dem Gesetz unterliegen.
Ab 1915 beschäftigen die Nimweger Wohnungsgesellschaften erstmals Architekten beim Bau von Arbeiterwohnungen. Diese lassen sich vornehmlich inspirieren von der Gartenstadt-Idee. Diese, ursprünglich britische Idee, wird ab 1906 in den Niederlanden vor allem beim Bau von Stadtbezirken umgesetzt. Eine Gartenstadt oder ein entsprechender Bezirk zeichnet sich aus durch viel Grün und eine niedrige Bauweise, wodurch eine ländliche Ausstrahlung erreicht wird. Der Bezirk liegt oft isoliert von der übrigen Stadt und vermittelt einen eigenständigen Charakter, der sich u.a. in einem zentralen Platz äußert. In Nimwegen werden in den zwanziger Jahren einige Bezirke gebaut in denen die Eigenschaften einer Gartenstadt vorhanden sind. Im Waterkwartier werden in den Jahren 1920-1921 rund um den Maasplein 314 Arbeiterwohnungen gebaut, die der Idee einer Gartenstadt gerecht werden. Das Willemskwartier, das in 1922 gebaut wird, ist ein Musterbeispiel. Auch die sog.. Spoorbuurt, südlich der van’t Santstraat (1924) und das Rode Dorp – beide in Nimwegen-Ost werden gemäß der Gartenstadt-Idee gebaut.
Neben diesen Gartenstadt-Bezirken werden in den Jahren 1910 und 1920 noch einige weitere Projekte verwirklicht. In 1923 werden auf dem Gelände der abgerissenen Waalkaserne in der Unterstadt etwa 80 Wohnungen gebaut. Im Westen gibt es einige Erweiterungen entlang dem Wolfskuilseweg und rund um den Nachtegaalplein und im Osten wird das Gebiet zwischen Berg en Dalseweg und Tooropstraat mit Wohnungen zugebaut. Zwischen 1923 und 1926 entsteht das großflächige Canisiuskrankenhaus direkt neben dem kleinen Sint-Anna. Inzwischen wächst die Zahl der Einwohner kräftig von 56.000 in 1910 auf 81.000 in 1930. 
In 1920 beginnt man mit dem Bau des Maas-Waal-Kanals. Gut sieben Jahre wird gegraben.
Er durchbricht die jahrhundert alten Landschaftsstrukturen von Poldern und Mooren und teilt das Dorf Neerbosch entzwei. Der Kanal, der am 27. Oktober 1927 eröffnet wird, ist nicht nur wichtig für die Schifffahrt sondern wird auch für Nimwegen wichtig werden. Es fängt jedoch die Krisenzeit an und in den folgenden Jahren wird von industrieller Entwicklung kaum die Rede sein. Nur die Kunstseidespinnerei Nyma, die in 1929 gegründet wurde und sich am Waalbandijk befindet, kann sich in diesen schwierigen Zeiten zu einem blühenden Betrieb entwickeln.

Die Stadt in mageren Zeiten

Der Wohnungsbau verzögert sich, obwohl einige Ausfallswege immer mehr einen städtischen Charakter annehmen. Dieses ist vor allem der Fall im Westen Nimwegens und rund um Sint-Anna, das erste Dorf das durch die stetig wachsende Stadt geschluckt zu werden droht. In 1930 bekommt der Stadtplaner Ing. A. Siebers von der Gemeinde den Auftrag einen Stadterweiterungsplan zu entwerfen. In 1934 wird der Plan präsentiert. Das Kernstück bildet ein Netz von Ausfalls- und Ringwegen. Auffällig bei Siebers ist die strenge Trennung von Wohn-, Arbeits- und Erholungsgebieten. Entlang dem Maas-Waalkanal wird ein Hafen- und Industriegebiet geplant, nicht weit entfernt sollen neue Arbeiterwohnbezirke entstehen.. Die Gebiete im Süden und Osten der Stadt sind vornehmlich bestimmt für den Mittelstand und die Wohlhabenden. In gewissem Sinne trennt man hier also arm und reich. Siebers Ideen einer räumlichen Trennung verschiedener Funktionen spiegeln die Denkweise der CIAM-Bewegung wieder, die ihren Höhepunkt in den dreißiger Jahren hat. Obwohl Siebers Plan schon nach kurzer Zeit angeglichen wird, wird er die städtebauliche Entwicklung Nimwegens in den folgenden Jahrzehnten erheblich beeinflussen. In der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre erholt sich Nimwegen einigermaßen von der Krise. Mit der Entwicklung der industriellen Aktivitäten und dem Zuwachs an Arbeitsgelegenheiten geht es aber nicht so recht voran. In der Nähe des Punktes wo Maas-Waal-Kanal und Waal auf einander treffen wird die (inzwischen abgerissene) Elektrische Centrale Gelderland gebaut. Die Entwicklung eines Hafen- und Industriegebietes entlang dem Maas-Waal-Kanal, für die eine konkrete Planung schon seit 1918 existiert, ist vorläufig jedoch noch nicht in Sicht.
In den dreißiger Jahren werden im Rahmen einer Arbeitsmaßnahme einige größere und kleinere Projekte realisiert. Wichtigstes Beispiel in Nimwegen ist hier der Goffertpark (1935-1938), in dem sich u.a. ein Stadion und ein Freilufttheater befinden. Auch die Vergrößerung des Nieuwe Havens (in der Nähe des Hezelpoorts) in 1934 und die Verbesserung der Straße nach `s Hertogenbosch im gleichen Jahr gehören zu diesen Arbeit schaffenden Maßnahmen.

In 1928, genau ein Jahr vor Anfang der Weltwirtschaftskrise, wird mit dem Bau einer umstrittenen Verkehrsbrücke über die Waal begonnen.. Die Eröffnung der Brücke in Juni 1936 hat große Folgen für die Stadt. Das Gelände das für die südliche Auffahrt der Brücke bestimmt ist, muss gänzlich restrukturiert werden. Eine weitere, indirekte Folge ist der Umzug der meisten Ladeninhaber von der Unterstadt in die Oberstadt, wo sie, nachdem die Fährverbindung eingestellt wird, für (potentielle) Kunden besser erreichbar sind.
Die Gemeinde richtet ihr Augenmerk beim Wohnungswesen hauptsächlich auf die Stadterweiterung und nicht so sehr auf die bestehende Bebauung. Um der großen Wohnungsnot den Stirn zu bieten, wird in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre im Waterkwartier, in Hengstdal, in der Hazenkamp und in der Hatertse Hei sowie in der Landbouwbuurt gebaut. Zusätzlich entsteht ein kleiner Villenbezirk zwischen dem Groesbeekseweg und dem Driehuizerweg (jetzt Heyendaalseweg) und es werden Pläne entwickelt den brach liegenden Teil des Galgenveld zu bebauen.
Die Situation in der bereits vorhandenen Stadt wird anscheinend vergessen. In 1938 gründen einige Einwohner Nimwegens, beunruhigt durch die erbärmliche Situation in der Unterstadt, die Stichtung Sanering Oude Stad (SOS). Die Stiftung lässt einige Sanierungspläne entwickeln und legt der Gemeinde in 1940 den „Groene Balkonplan“ vor. Demnach soll ein großer Teil der Bebauung der östlichen Unterstadt abgerissen werden wobei die auf dem Gebiet vorhandenen Höhenunterschiede durch eine hohe Stutzmauer aufgefangen werden. Ein neuer, sauberer Stadtteil soll entwickelt werden. Die Gemeinde ist vom Plan begeistert und die Vorbereitungen fangen schon nach kurzer Zeit an. Nachdem die deutschen Besatzer in 1942 einen Baustopp verordnen wird der Plan jedoch auf Eis gelegt.

Zerstörung und Wiederaufbau der Innenstadt 

Am 10. Mai 1940 rücken deutsche Truppen in die Niederlande ein und als eine der ersten Städte wird Nimwegen eingenommen. Die niederländischen Pioniere sprengen die Eisenbahn- und Verkehrsbrücken über die Waal und den Maas-Waal-Kanal. Ansonsten verläuft die Einnahme der Stadt ruhig. Die Brücken über den Fluss und den Kanal werden repariert und die Stadt wird wieder erreichbar. Während die Anzahl der Einwohner weiterhin steigt - in 1943 wird der 100.000ste Einwohner begrüßt – wird der Wohnungsbau noch stärker gebremst.
Nur in Hengstdal wird mit dem Bau eines neuen Wohnbezirks begonnen. In 1942 wird jedoch ein allgemeiner Baustopp verordnet. Größere Kriegsschäden gibt es in Nimwegen während der ersten Kriegsjahre nicht. „Nur“ wenige Wohnungen werden beschädigt oder unwiderruflich zerstört, wobei im Übrigen auch Schlachtopfer zu bedauern sind. 

Am 22. Februar 1944 wird Nimwegen schwer getroffen. Amerikanische Bomber greifen das Zentrum der Stadt und die Umgebung des Bahnhofs an. Es gibt 800 Toten und Hunderte Verletzten. Der materielle Schaden ist enorm. Nahezu die ganze Innenstadt ist zerstört. In September 1944 befreien die Alliierten Nimwegen. Erneut verwandelt sich ein Teil des Stadtzentrums in ein Flammenmeer als flüchtende deutsche Soldaten verschiedene Gebäude in Brand stecken.

 

Der Wiederaufbau des Stadtzentrums

Bereits in März 1944 nimmt die Gemeinde wieder Kontakt auf mit dem bereits vorher erwähnten Architekten Siebers und den Ingenieuren P. Verhagen und B. Fokkinga. Grund ist die Erstellung neuer Pläne für den Wiederaufbau des Zentrums. August 1944 ist der erste Plan fertig. Man plant die Wiederherstellung der Intimität der Innenstadt, wie vor dem Bombenangriff vorhanden.
Von 1945 bis 1947 entwirft der Städtebauliche Dienst, der von Siebers ins Leben gerufen wurde, drei alternative Pläne für die Wiederherstellung des Stadtzentrums: Plan A, B und C. Laut Plan A (September 1945) der dem in 1944 vorgelegten Plan sehr ähnelt, soll das Gebiet rund um den Grote Markt in historischer Architektur wieder auferstehen. Eine Innenstadt mit einem mittelalterlichen Charakter wird jedoch nicht gewollt.. Der zweite Plan, der in Dezember 1945 vorgelegt wird, zeigt einen wesentlich moderneren Entwurf. In diesem Entwurf ist zum ersten Mal ein „räumlicher Streifen“ zwischen dem Kronenburgerpark und dem Hertogplein vorgesehen. Auf dem Streifen könnten (in Reihenfolge von West nach Ost) ein geistliches Zentrum, ein Vergnügungszentrum, ein Verwaltungszentrum und ein Geschäftszentrum entstehen. Der Plan wird durch die Bevölkerung stark kritisiert u.a. weil nichts an die Vorkriegszeit erinnert. Danach wird ein dritter Plan entwickelt. 
Plan C, der in November 1946 vorgelegt wird, orientiert sich mehr am Straßenraster der Vorkriegszeit .Als Kompromiss wird der in Plan B entworfene zentrale Platz – später „Plein 1944“ - übernommen. 
Plan C wird in Mai 1947, nach einigen kleineren Änderungen , durch die Gemeinde verabschiedet. Der tatsächliche Wiederaufbau fängt schleppend an. Erst im Laufe des Jahres 1948 werden die ersten Gebäuden des neuen Zentrums fertiggestellt. Ab Anfang der fünfziger Jahre geht es dann schneller voran. Am 17. September 1956 feiert man die offizielle Vollendung des Wiederaufbaus.
Das neu entstandene Herz der Stadt kennzeichnet sich durch breite bzw. verbreiterte kombinierte Geschäfts- und Verkehrsstrassen, die eine schnellere Verkehrsabwicklung ermöglichen als es in den engen Strassen und Gassen der Vorkriegszeit der Fall war. Vor allem steht die Erreichbarkeit des Zentrums mit seinen Geschäften, sowohl für Lieferanten als auch für Kunden. Die Bebauung besteht aus geschlossenen Blöcken mit Innenhöfen als Warenlager.. 

Abbruch in der Unterstadt

Hatte man in 1938 schon zögernd angefangen die alten Wohnungen der Unterstadt abzubrechen, geht man nach dem Kriege entschlossener vor. Weil die Unterstadt den Krieg nahezu unbeschädigt überstanden hat wird dieser Bezirk bei der Wiederaufbauplanung kaum berücksichtigt. Wohl aber wird der Plan des Groenen Balkon wieder hervor geholt. In 1953 wird der erste Teil dieses Planes ausgeführt, der Bau einer 8 Meter hohen Stutzmauer. In 1956 legt B. Fokkinga den Vijf Heuvelen Plan vor. Dieser Plan sieht den Abbruch aller bestehenden Bauten in der östlichen Unterstadt vor. Dort soll ein geräumiger Wohnbezirk entstehen. Bis zum Ende der sechziger Jahren hält die Gemeinde am Vijf Heuvelen Plan fest, am Ausgangspunkt der Sanierung. Tatsächlich wird aber nur die erste Phase, der Abbruch durchgeführt. Die kahlen Hügel werden zu Parkplätzen. In den sechziger und siebziger Jahren wird der westliche Teil der Unterstadt in Angriff genommen. Obwohl man erneut viele Wohnungen abreißt, wird jetzt doch mehr dem Erhalt der historischen Bauten Augenmerk verliehen. Die wertvollsten Bauten werden restauriert. Dieses geschieht u.a. auf Druck der Bevölkerung, die immer mehr spürt, dass ein einzigartiger mittelalterlicher Stadtbezirk zu verschwinden droht.

Begegnung der Wohnungsnot

Nachdem Nimwegen und die Niederlanden befreit sind, wird ein trister Bilanz gezogen: es gibt 2.200 Toten, 5.500 Verletzten und 12.000 Wohnungslosen. Gut 10 % der Bebauung ist total zerstört (circa 5.000 Häuser), mehr als 12 % der Häuser ist schwer und 58 % der Häuser ist leicht beschädigt. Nur 19 % ist unbeschädigt. Um der enormen Wohnungsnot zu begegnen werden in großem Umfang Erweiterungen vorbereitet. Ausgangspunkt ist die Idee von Stadtbezirken, wie die Studiengruppe Bos sie in 1946 formulierte. Rund um den Stadtrand von Vorkriegs-Nimwegen sollen neue Bezirke entstehen. Als Maßstab für diese Bezirke nimmt man Kirchengemeinden, die maximal 5.000 Mitglieder zählen. Die Kirchen sollen den Mittelpunkt der Bezirke bilden. Die Wolfskuil, gebaut am Ende der vierziger bzw. am Anfang der fünfziger Jahre, ist das älteste Beispiel dieser Gedanke.
In dem von Siebers und Fokkinga entworfenen Strukturplan 1951 wirft man einen neuen Blick auf die zukünftigen Entwicklungen der Stadt. Umfangreiche Erweiterungen werden am Rande der vorhandenen Stadt, in den sog. Ausstrahlungsgebieten geplant. Die im Jahre 1950 noch einzeln liegenden Dörfer Brakkenstein, Hatert und Neerbosch-Oost werden in den Plänen zu Satelliten, zu selbständigen Bezirken knapp außerhalb der Stadt.
Mit Wohnungsbau in größerem Umfang hatte man übrigens bereits vor 1951 angefangen. Eine Übersicht aus 1950 fängt an mit dem Kolpingbuurt (am heutigen Muntweg), zwischen 1950 und 1957 werden die Afrika- und Bouwmeesterbuurt sowie der Wohnbezirk Jerusalem in Heseveld gebaut, auch am Hazenkamp werden Wohnungen gebaut (hauptsächlich Etagenwohnungen). Die Hatertse Hei wird mit Wohnblöcken zugebaut, man fängt an mit dem Bau von Grootstal, am Galgenveld wird der Professorenbuurt gebaut und das Hengstdal wird ab 1953 gänzlich zugebaut.
In 1958 fängt der Bau eines an Brakkenstein angrenzenden Wohnbezirks an, wodurch das Dorf zu einem Außenbezrik von Nimwegen wird, wenn auch etwas abgelegen. Nach damals vorherrschender Meinung soll Etagenbau am Rande des Bezirks konzentriert werden.
Es dürfte klar sein, dass tüchtig erweitert wird. Zwischen 1950 und 1960 werden etwa 10.000 Wohnungen gebaut. Das enorme Bevölkerungswachstum, das nach dem Abbruch der Befestigungen anfing, setzt sich aber fort so dass es auch am Anfang der sechziger Jahre noch zu wenig Wohnungen gibt. Zur Verdeutlichung: zwischen 1950 und 1960 wächst die Bevölkerung Nimwegens von beinahe 111.000 auf 130.000 Einwohner. Prognosen sagen voraus, dass dieser Trend auch in den nächsten Jahren anhalten wird. Eine Prognose aus 1958 erwartet für 1974 eine Bevölkerungszunahme auf 164.000.

Industrie nach dem Kriege

Beim Wiederaufbau bekommt die Wiederherstellung der Industrie Priorität. Die Industrie in Nimwegen blüht in den ersten Nachkriegsjahren noch stärker auf als es im übrigen Lande der Fall ist. In 1948-1949 wird der erste Hafenarm am Maas-Waal-Kanal gegraben und in den folgenden Jahren entsteht dort das erste „nasse“ Industriegelände in Nimwegen. In 1952 wird es fertiggestellt und innerhalb eines Jahres sind alle Grundstücke vergeben. Dieses führt dazu, dass ein zweiter Hafenarm gegraben wird, der noch in 1953 fertig wird. Ende der fünfziger Jahre wird etwas südlicher, am Maas-Waal-Kanal, zwischen der Eisenbahnstrecke Nimwegen - `s Hertogenbosch und dem Nieuwe Dukenburgseweg ein weiteres Industriegebiet entstehen, das Industrieterrein Winkelsteeg.

Universität und Sint Radboudkrankenhaus

Die römisch-katholische Universität, gegründet in 1923, wird in 1944 schwer getroffen: bis auf die Aula werden alle in der Innenstadt liegenden Gebäuden zerstört. Zwischen 1947 und 1949 wird im Auftrag der Sint Radboudstichting der Plan zur Errichtung eines Campus auf dem Galgenveld und auf dem Landgut Heyendaal erstellt. In Dezember 1950 wird auf dem Heyendaal begonnen mit dem Bau des Sint Radboudkrankenhauses und der ersten Gebäude der medizinischen Fakultät. Krankenhaus und Fakultät wachsen in den fünfziger Jahren schnell. In 1960 darf die Universität ganz Heyendaal bebauen und man beschließt alle weiteren Fakultäten auf dem ehemaligen Landgut zu konzentrieren. Auf dem Galgenveld werden lediglich einige Nebengebäude für Studenten realisiert. Bis Anfang der achtziger Jahre wird der größte Teil des einmal waldreichen Geländes Heyendaals zugebaut.

Weitere umfangreiche Stadterweiterungen

Anfang der sechziger Jahre gibt es immer noch Wohnungsmangel. Bereits in 1959 wird der erste Entwurf einer umfangreichen Erweiterung des damals 200 Wohnungen zählenden Hatert erstellt. Zwischen 1961 und 1965 werden etwa 3.600 neue Wohnungen gebaut wodurch Hatert zum bisher größten nach dem Krieg gebauten Wohnbezirk wird.
Die meisten Wohnungen sind Einfamilienhäuser. Etagenwohnungen befinden sich wiederum hauptsächlich am Rande des Wohnbezirks. Der Bezirk hat ein rationell rechtwinkliges Straßenraster, das sich immer wiederholt.
Der nächste Plan ist die Erweiterung Neerbosch-Oost. Voraussetzung für die Durchführung ist der Bau eines Bahnhofstunnels, damit eine gute Verbindung zur Innenstadt zustande kommt. Die neuen Bezirke im Westen der Stadt liegen nämlich immer weiter von der Innenstadt entfernt. In 1964 fängt man an mit dem Bau von Neerbosch-Oost. In diesem Bezirk spielt Etagenbau eine wichtige Rolle: 45 % der ungefähr 2.200 Wohnungen entstehen in Etagenbauten. Auch hier ist das Straßenraster rechtwinklig, doch diesmal ist das zurückzuführen auf die ursprüngliche Parzellierung des Gebietes..

Dukenburg

In der ersten Hälfte der sechziger Jahren erreicht die Bebauung in Nimwegen die Ufer des Maas-Waal-Kanals. Es herrscht immer noch Wohnungsmangel, denn die Bevölkerungszunahme geht weiter. Eine strukturelle Untersuchung aus 1963 sagt für 1980 einen Einwohnerzahl von 183.000 voraus und im Jahre 2000 sollen es 240.000 sein. Es stellt sich die Frage ob man den Kanal überqueren soll und die Wiesen des Hatertse Broek und der Dukenburg bebauen. Es stimmt zwar, dass dort sehr viel Platz vorhanden ist aber es bestehen Bedenken, dass bei einer Erweiterung jenseits des Kanals die Stadt aus dem Gleichgewicht gerät. Der neue Bezirk soll immerhin 4,5 bis 7 Kilometer Luftlinie entfernt südwestlich der Innenstadt entstehen.
Die Gemeinde schlägt vor, als Gegengewicht gegenüber Dukenburg, im Ooijpolder einen noch größeren Stadtbezirk zu bauen. Dieser Vorschlag, der bereits Teil des Strukturplans von 1951 war und damals abgelehnt wurde, vorsieht den Bau von 17.000 Wohnungen in einem landschaftlich sehr wertvollen Gebiet. Der Vorschlag löst einen Sturm der Entrüstung aus und in 1970, als man bereits mit dem Bau von Dukenburg angefangen hat, ist der Vorschlag vom Tisch. Eine große Enttäuschung für die Gemeinde, die wie es scheint, für zukünftige Erweiterungen immer mehr auf die Eingemeindung von Teilen der Nachbargemeinden angewiesen ist. Innerhalb der Gemeindegrenzen ist nur in de Lindenholt noch Raum für Erweiterung. Bei der Entwicklung von Dukenburg weicht man von der traditionellen Bezirksplanung ab. Bezirke werden kleiner und es bleibt lediglich Platz für 1 Kirchgebäude. In 1966 wird mit dem Bau der ersten von insgesamt 10.000 Wohnungen die in Dukenburg entstehen sollen begonnen. Im Gegensatz zu der bisherigen Nachkriegspraxis, wird der neue Bezirk nicht auf einmal aus der Erde gestampft. Dukenburg wird in verschiedenen Phasen gebaut, was dazu beiträgt, dass die Strukture der einzelnen Bezirke sich deutlich von einander unterscheiden. Der Aldenhof ist der Bezirk mit dem man anfängt. Danach folgen die Meijhorst, Malvert und Lankforst. Diese vier Bezirke aus den sechziger Jahren zeigen ein rechtwinkliges Straßenraster. Auffällig sind in dem Aldenhof und Malvert die Ringwege, die diese Bezirke erschließen.
Der Weezenhof und Tolhuis, mit denen in 1970 angefangen wird, werden völlig anders gebaut. Sie bekommen eine Baumstruktur, was dazu führt, dass fast alle Wege Sackgassen sind. Zwanenveld letztendlich, gebaut zwischen 1973 und 1979, hat eine wiederum andere Struktur. In diesem Bezirk entsteht ein Bezirkszentrum, das sich schon bald zum Konkurrenten der alten Innenstadt entwickelt.
Insgesamt hat Dukenburg innerhalb der Stadt einen einzigartigen Charakter. Es ist geräumig mit viel Wasser und Grün. Aus städtebaulicher Sicht treten die Ideen der vorher erwähnten CIAM-Bewegung – die Trennung von u.a. Wohnen, Arbeiten und Verkehr – deutlich in den Vordergrund. Abgesehen davon, dass der Stadtteil durch fehlende Arbeitsangebote in gewissem Sinne eine Schlafstadt wird, kann Dukenburg aus städtebaulicher Sicht als eine sehr gelungene Stadterweiterung betrachtet werden.

Lindenholt

Als der Ooijpolder in 1970 als Wohnungsbaugebiet nicht mehr in Frage kommt, beschließt die Gemeinde kurzfristig sich in dem Lindeholt zu erweitern. Hier sollen insgesamt ca. 6.000 Wohnungen gebaut werden. In dem Lindenholt wird – nicht nur aus wirtschaftlichem Grunde - eine höhere Bebauungsdichte angestrebt. Man will hier ein echtes Stadtklima schaffen, mit Raum für Kleinbetriebe. Bauflächen werden bestimmt die in verschiedenen Phasen bebaut werden sollen.
In 1977 wird der Grundstein gelegt für den Voorstenkamp und den Gildekamp, beide gelegen im Osten des neu zu entwickelnden Stadtteils. Rund um diese beiden Bezirke in De Kamp werden später noch vier weitere Bezirke gebaut (alle mit der Endung auf –kamp). De Kamp bekommt eine relativ hohe Bebauungsdichte, wie es auch vorgesehen ist. Etwas weiter wird zwischen 1980 und 1984 `t Acker gebaut, bestehend aus sechs Wohnbezirken mit insgesamt etwa zweitausend Wohnungen. Die Fertigstellung von Drieskensacker im äußersten Nordwesten von Lindenholt lässt `t Acker am Anfang der neunziger Jahren zum größten Bezirk des Lindenholts werden. In 1983 fängt man im Südwesten des Stadtteils an mit dem Bau von Hegdam- und Wedesteinbroek. Ende der achtziger Jahren folgt der Bau von Leuvensbroek. Holtgesbroek wird erst in der ersten Hälfte der neunziger Jahre realisiert.
Die Mehrheit der Bewohner von Lindenholt wohnt in Einfamilienhäusern. Weil es kaum Hochbau gibt und die Wohnbezirke im Lindenholt durch viel Grün getrennt sind, ist die Wohnungsdichte längst nicht so hoch wie in Dukenburg. Außerdem ist die Anzahl der Kleinbetriebe durch Wiederstand der Wohnungsbauvereine deutlich geringer als geplant.

Wiederaufbau der Unterstadt

Beim etwa vierzig Jahre andauernden Kahlschlag in der Unterstadt werden viele jahrhundert alten Gebäude Opfer der Abrissbirne. Lange Zeit bewegt sich nichts, von den Parkplätzen mal abgesehen. Nachdem jahrelang über die Bestimmung des Gebietes diskutiert wird entschließt man sich für seinen Erhalt als Wohngebiet. Der soziale Wohnungsbau spielt dabei eine wichtige Rolle. Für Kleinbetriebe, die dort vor dem Bau der Waalbrücke noch zahllos vorhanden waren, gibt es kaum noch Platz. Von 1978 bis 1983 werden in der Unterstadt, deren Stadtbild in 1975 unter Denkmalschutz gestellt wird, etwa 650 Wohnungen gebaut. Der frühere Straßenverlauf bleibt weitgehend erhalten.

Entwicklung der Einwohnerzahl und Nachfrage nach Wohnungen 

Bereits bevor mit dem Bau von Lindenholt begonnen wird, gibt es eine auffällige Entwicklung der Einwohnerzahl.. In der zweiten Hälfte der sechziger Jahren kommt nach gut 80 Jahren in Nimwegen ein Ende am starken Bevölkerungswachstum. Noch in 1971 wird der 150.000ste Bürger registriert doch im darauf folgenden Jahr stellt man zum ersten Mal nach hundert Jahre - abgesehen von den Folgen des amerikanischen Bombenangriffs - sogar eine Bevölkerungsabnahme fest. Der Mangel an Wohnungen bleibt jedoch bestehen. Die Nachfrage bleibt, weil die Anzahl der Haushalte zunimmt: die durchschnittliche Familie wird kleiner bei fast gleichbleibender Einwohnerzahl. Zusätzlich steigt die Nachfrage nach Einfamilienhäusern. Einwohner die Raum suchen und dennoch in der Stadt bleiben möchten, ziehen in die ruhigen Stadtvierteln Dukenburg und Lindenholt. Der Wohnungsmangel in Nimwegen führt dazu, dass die Einwohner in Nachbargemeinden wie Wijchen, Beuningen und Malden ausweichen. Weil Nimwegen kaum noch Erweiterungsmöglichkeiten hat, beginnt die Gemeinde weitere Möglichkeiten zur Erstellung neuer Wohnungen in Betracht zu ziehen.

Nimwegen als kompakte Stadt

Bauen innerhalb der bestehenden Bebauung, ab den achtziger Jahren

In den achtziger Jahren hält die Idee einer kompakten Stad tin Nimwegen ihren Einzug. Man geht davon aus, dass durch Bebauung freier Flächen innerhalb der Stadt weniger Ausdehnung erforderlich ist und das Verkehrsaufkommen zwischen Randgemeinden und der Stadtmitte eingeschränkt wird. Es bleibt nicht nur bei einer Idee, in den achtziger und neunziger Jahren werden verschiedene Erweiterungen innerhalb der Stadt verwirklicht. Ende der achtziger Jahre werden Wohnungen in Tolhuis und Hees gebaut sowie auf den ehemaligen Fabrikgeländen am Muntweg und an der Ecke Postweg-Groesbeekseweg. Zwischen 1990 und 1992 gibt es eine kleine Erweiterung in Neerbosch-Oost und man baut die Emancipatiebuurt im Jonkerbosch. Mitte der neunziger Jahren wird in der Nähe des Kops Plateau in Nijmegen-Oost ein Villenbezirk gebaut und Wohnungen entstehen am Vossendijk in Hatert und auf dem Gelände des ehemaligen Sint Dominicuscollege an der Dennenstraat. Ende der 90er Jahre wird am Weurtseweg ein neuer Bezirk gebaut. Großzügig angelegt ist der Bau eines kompletten Wohnbezriks, Mitte der 90er Jahre auf dem Gelände des in 1992-1993 abgerissenen Canisius-Wilhelmina-Krankenhaus gebaut. Das gleiche findet statt auf dem Gelände des früheren Canisiuscollege am Hunerberg: das in den neunziger Jahren nahezu vollständig bebaut wid. In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre macht der Sportplatz Grootstal Platz für weitere 650 Wohnungen. Ein besonderes Projekt ist die Realisierung der Brabantse Poort zwischen Dukenburg und Lindenholt. Der Wijchenseweg mit dem breiten Grünstreifen, die beiden Vierteln trennen, wird ab 1990 zugebaut mit Apartmentbauten, Bürogebäuden und einem Wohnboulevard. Somit wird die räumliche Trennung zwischen Dukenburg und Lindenholt größtenteils aufgehoben.
Neben Stadterweiterung findet ab den 80er Jahren auch Erneuerung statt. Im Bottendaal machen zwei Häuser aus dem 19. Jahrhundert Platz für neue Apartments und in den 90er Jahren wird ein Großteil der Bebauung des Willemskwartier, westlich vom Willemsweg abgerissen um Platz zu machen für einen Neubau. Zur Zeit geschieht das Gleiche im Rode Dorp.

Industriegebiete

Die blühende Entwicklung der Industrie in den 50er Jahren, dauert auch im darauf folgenden Jahrzehnt an. Viele Betriebe lassen sich in den Industriegebieten Noord- und Oostkanaalhaven nieder, die um 1970 gänzlich belegt sind. Auch im Winkelsteeg lassen sich einige Betriebe nieder. Ende der 60er Jahre stagniert die Industrie und es kommen keine weitere Betriebe hinzu. Erst in den 80er Jahren findet eine Belebung statt. Die zunehmende Bedeutung des Straßentransports führt in den ganzen Niederlanden zur Erstellung neuer Betriebskomplexen entlang den Schnellwegen. Gleiches geschieht somit auch in Nimwegen, wo sich viele Unternehmen in dem bereits in ca. 1975 angelegten Industriegebiet Westkanaaldijk niederlassen, nahe der A73.
Einige kleinere Industriegebiete werden gebaut, wie am Anfang der 80er Jahre am Van Rosenburgweg in Dukenburg und in 1989 in Kerkenbos, südlich von Lindenholt. Letzteres ist hauptsächlich für Bürogebäude bestimmt.
In 1997 fängt man an mit dem Bau des Industriegebietes Bijsterhuizen, im äußersten Westen der Gemeinde. Dadurch wird wieder Raum für weitere umfangreiche betriebliche Aktivitäten geschaffen.

Waalsprong

Am 1. Januar 1995 zählt Nimwegen 147.561 Einwohner und 65.020 Wohnungen. Es besteht immer noch eine große Nachfrage nach Wohnungen aber eine Lösung ist in Sicht. Nimwegen wird sich in der Over-Betuwe erweitern. Am 1. Januar 1996 werden 417 Hektar Boden der Gemeinde Valburg eingemeindet, genau ein Jahr später gibt Bemmel 234 Hektar ab und in 1998 ist die Stadt um weitere 716 Hektar Boden reicher – einschließlich des 3.200 Einwohner zählenden Dorfes Lent – als die Stadt Elst einen Beitrag leistet. Waalsprong ist der Name des Stadtteils, das zwischen 1998 und 2020 in der Over-Betuwe entstehen soll. Mit dem geplanten Bau von 12.000 Wohnungen soll es die größte Erweiterung in der gut 2000-jährigen Geschichte der Stadt werden. Zur Zeit wird die erste Phase des Erweiterungsplans realisiert: der Bau des Wohnparks Oosterhout, bestimmt für etwa 5.000 Einwohner.
Obwohl die Ausdehnung nördlich von Nimwegen im Rahmen der kompakten Stadt stattfindet, ist die eigentliche Idee der kompakten Stadt in einem Teil der Pläne kaum vorhanden. Zwar sollen rund um das heutige Dorf Lent gut 8.000 Wohnungen dicht aufeinander gebaut werden, einige Bezirke werden aber drei bis vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegen.

© copyright 2001: NOVIOMAGUS.NL/Hylke Roodenburg/Henk Kersten

Quellenverzeichnis: Bronvermelding.

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